Erster ganz heisser Anwärter: Gamification.
Wieder so ein Erlebnis: Bei uns am IFZ nähert man sich dem Thema Social Media ja mit akademischer Gründlichkeit. Das heisst es wird mal etwas ausprobiert und dann ganz lange drüber diskutiert. Und neulich fragt mich ein Kollege, warum man bei Foursquare dabei sein muss. "Naja" sagt Christoph unser Chef "man kann sagen wo man ist und es gibt noch Punkte." Toll. Die Antwort ist zwar am Prosa nicht zu überbieten, hat es aber gut auf den Punkt gebracht. Und trotzdem ist es wesentlich sexyer, auf Foursquare seinen Standort abzugeben, als auf Facebook.
Warum? Weil man einerseits in einem künstlichen Wettbewerb zu anderen steht. Anderseits kann man auch durch den Mayor-Status an einem Ort aufzeigen, dass man am häufigsten da war. Und drittens sind damit auch Rabatte, Coupons und andere Vorteile verbunden. Halt! Stop! Kennen wir doch: Miles and More, Payback und Cumulus (heute mit der Eckpolstergruppe "Molise"). Was ist denn daran neu? Das Interessante daran ist, dass man dadurch natürlich das Verhalten seiner Kunden schön steuern kann. Beispiele dazu finden sich im aktuellen Business Punk. Das ist übrigens eine Zeitschrift, die ich bedenkenlos weiterempfehle! Gibt wenig, was zur Zeit SOO WENIG Langweilig ist. Und da war auch ein Hinweis auf die Präsentation von Jesse Schell, die eigentlich recht gut aufzeigt, warum Gamification ein Trend wird. Das sagt bspw. auch die Wharton School of Management der University of Pennsylvania. Wir sind gerade dabei diesen Trend in unser neuestes Whitepaper "Give to Get" einzuarbeiten. Fertig wird das Anfang Oktober und es baut auf der IMPACT Agenda auf. Und das wird AUCH nicht langweilig. Apropos langweilig ...Golden Headset Award: Zwei Drittel aller Preise an die Swisscom - so langsam wird mir langweilig...
In der letzten Woche fand im Rahmen des grossartige Swiss Contact Days mal wieder die Preisverleihung des "Golden Headset Awards" statt. Zwei von drei Kategorien gingen an Projekte der Swisscom. Zum Einen wurde das Projekt "Swisscom Support Community" ausgezeichnet, die schon den CRM Innovationspreis gewonnen hatten. Zum anderen gewann das Projekt "BestAge", das ich ja schon hier beschrieben habe. Sicher insgesamt das Ergebnis einer überragenden Servicestrategie. Doch: Wo Licht ist, ist auch Schatten. Nicht bei der Swisscom, aber: Mir wird langsam langweilig! Gibt es sonst kein Unternehmen in der Schweiz, was tolle Ideen für seine Kunden hat?
Also: Machen wir einen kleinen Wettbewerb: Wer hat das interessanteste Kundenprojekt der Schweiz? Einreichen dürfen: Alle ausser Swisscom! Jury: Ich. Einreichadresse: Bei mir! Einreich-Termin: 30.11. Preis: Das Projekt wird an dieser Stelle ausführlich beschrieben und der Einreicher bekommt ein Abendessen mit der Jury im Wert von 1000 Franken! Und das mir ja keiner meckert, das sei dann ja ein subjektiv vergebener Preis. Jawoll! Das ist der Sinn der Sache! So. Jetzt bin ich wieder gespannt....




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