Mittwoch, 24. Oktober 2007

Web 2.0 Forum 2007 - Differenzierung im Netz

Launige Worte zum Einstieg: Es ist ja schon erstaunlich, auf welchem Niveau sich bestimmte Themen inzwischen abspielen. Zum Beispiel das Schlagwort-Thema "Web 2.0". Das hat selbst IBM inzwischen gemerkt. Web 3.0 ist eines des wunderbaren Buzzwords im "Bullshit" Bingo. Das zugehörige Video gibt es hier zu sehen. Nicht zu leugnen jedoch, dass es zunehmend nützliche Tools im Web gibt (wie bespielsweise diesen Blog). Erst heute wieder hat die Firma Microsoft für 1,2% von facebook.com insgesamt 240 Millionen.

Also: Web 2.0 - Wozu hilft es mir und wie kann ich damit Geld verdienen? Daher gleich zur schon letzte Woche angekündigten...

CRM Veranstaltung der Woche: Das Web 2.0 Forum 2007. Das war mal wirklich eine gute Veranstaltung mit gleich mehreren Highlights. Der Vortrag von Thomas Myrach zeigte auf, dass das sogennate "Web 2.0" noch stark in der Entwicklung ist. So ist beispielsweise unklar, was genau unter "virtuellen Welten" verstanden werden soll. Klar ist, der "Supermarkt im Internet bspw. der der Migros ist es nicht. Interessanterweise nutzen zunehmend auch Unternehmen, wie beispielsweise die Pilotfiliale der Deutschen Bank Q110 die Plattform "Second Life". Zweiter Bemerkenswerter Vortrag war der von Rolf Schumann, CTO EMEA von SAP. Schumann führte aus, dass die nächste Generation Mitarbeiter
  • nie eine Schallplatte oder einen Plattenspieler besaß.
  • immer eine Mikrowellein der Küche hatte.
  • sein gesamtes Leben digitale Mehrspieler Videospiele spielte.
  • Internet seit ihrem Schulbeginn benutze.
  • täglich 20% mehr Zeit online als Kollegen ohne weiterführende Schulausbildung verbrachte
  • (College / University).
  • eine email-Adresse vor einem eigenen (Mobil)Telefon hatte.
  • heute mehr Software aus dem Netz lädt, als im Handel erworben
  • und nur noch 6-8 Minuten Aufmerksamkeitsspanne hat(was 14-16 Minuten unter der der Eltern liegt).
Und das werden die Leute sein, die gut verdienen und auch unsere Konsumenten sein werden. Darauf müssen wir uns einstellen. Wahrscheinlich muss mein Blog kürzer werden. Die kompletten Vorträge sind beim Veranstalter der Konferenz Vereon erhältlich.

CRM Studie der Woche: Vertrauen 2.0 vom GDI. Das Gottlieb Duttweiler Institut hat in Deutschland einmal die Entwicklung des Vertrauens in bestimmte Medien und Institutionen untersucht. Auf der oben erwähnten Konferenz stellte die Forschungschefin des GDI Karin Frick die wichtigsten Ergebnisse vor. Die Grafik hier zeigt die wichtigsten Vertrauensgewinner und -Verlierer der Studie. Demennach steigt das Vertrauen in Konsumentenberichte im Internet zur Zeit wesentlich. Auch das ist ein weiterer Grund sich intensiv mit dem Thema sozialer Netzwerke auseinander zu setzen. Man muss hier einfach sehen, dass es für Unternehmen immer schwieriger wird, falsche Werbeversprechungen zu machen. Vielleicht erhöht das aber auch die Professionalität. Die gesamte Studie ist hier zu bestellen. (Literaturtip für CRM Profis)

Kundenerfahrung der Woche: wird auf nächste Woche verschoben, weil sonst Eure Aufmerksamkeitsspanne nicht mehr hält...

CRM Bonmot für hilflose Hobbygurus: Differenzierung findet laut Rolf Schumann nur bei 10% der Unternehmensprozesse statt, nämlich bei dem was der Kunde sieht. Beste Beispiel dafür ist Tiger Woods, der verdient nur 10% seines Gesamteinkommens durch sein Golfspiel . Der Rest (90%) sind Standardprozesse, die andere genauso gut können. Nämlich Werbung. Ohne die 10% Golf würde Woods diese 90% aber nicht bekommen.

Merkt Euch das. Schöne Woche.

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