Dienstag, 1. Oktober 2013

Evolution ist ein Arschloch!

Launige Worte zum Einstieg: Es ist Herbst. Und wie so häufig fährt man durch die Gegend und wird sich der Vergänglichkeit allen Seins bewusst. Tja, Evolution ist halt ein Arschloch, könnte man da leichthin sagen, und zur Tagesordnung übergehen. Geht aber nicht, denn auf der Tagesordnung stehen die CRM Trends 2014. Und dazu darf ich etwa noch 250 Publikationen lesen, die mir (grösstenteil unverlangt!) über die letzten 8 Wochen zugesendet wurden. Super. Wenn ich den erwische, der diese Maschine erfunden hat, die Magazine in Klarsichtfolie einschweisst. Wird doch alles weggeschmissen! Eben Vergänglichkeit. Und Information-Overflow.

Best Global Brands und Swiss Contact Day
Unternehmen, die mit Vergänglichkeit und Informations-Overflow gut klar kommen und trotzdem sympathisch sind, gewinnen dann auch langfristig in Bezug auf den Markenwert. Das zeigt die neue Studie "Best Global Brands" von Interbrand. Platz 1 Apple, Platz 2 Google. 7 Digitalunternehmen in den ersten 10. Was mag man sich bei Coca Cola denken, die auf Platz 3 abgerutscht sind, nachdem sie den Index 13 Jahre lang angeführt haben? Evolution ist halt doch ein Arschloch.

Aber über den Zusammenhang zwischen Markenwert, mobilem Internet um dem Wert von Geschichten habe ich vor einem Jahr berichtet. Das war ja grad erst. Eben: Vergänglichkeit. Ist aber auch einer dieser Trends, der sich in diesem Jahr deutlich verstärkt hat und sicher auch für die nächsten Jahre an Geschwindigkeit zulegen wird. Um so wichtiger ist es, die Dinge einfach zu machen. Das zeigt auch der Swiss Contact Day 2013 bei dem Uli und ich unsere neueste Studie vorstellen durften. Uli hat darüber auf dem Financial Management Blog des IFZ berichtet. Da gibt es dann auch tolle Fotos. Denn das war ein toller Event. Nachhaltig beeindruckt hat mich dabei Anitra Eggler. Obwohl ich quasi keine ihrer Thesen teile, habe ich mich selten an einem Event so ochsig amüsiert. Auch so ein überaus stimmiges Gesamtkunstwerk. Einen Eindruck davon gibt es hier.

Wie wird man Professor, was macht man da und warum macht das Spass?
Das sind ja alles legitime Fragen und die stellten mir zwei wunderbare Moderatorinnen der österreichischen Videoplattform Whatchado. Und das ist  definitiv eine spannende Plattform.

Dort erzählen Menschen in 4-Augengesprächen über ihre Karriere, ihr Leben und ihren Werdegang. Dabei beantworten alle Interviewpartner, egal ob Bundespräsident oder der Nachbar von nebenan, anhand von 7 Fragen wer sie sind, was sie tun und wie sie dazu gekommen sind:

1. Was steht auf deiner Visitenkarte?
2. Worum geht's in deinem Job
3. Wie schaut dein Werdegang aus?
4. Ginge es auch ohne deinen Werdegang?
5. Was ist das Coolste an deinem Job?
6. Welche Einschränkungen bringt der Job mit sich?
7. Drei Ratschläge an dein 14jähriges Ich?


Jeder Interviewpartner hat zusätzlich zu seinem Videointerview auch noch ein persönliches Interessensprofil hinterlegt, welches er oder sie selbst ausgefüllt hat.  Mittels eines Interessensmatchings hat man dann die Möglichkeit die Interviewpartner zu finden, mit denen man dieselben Interessen teilt. Auf diese Weise entdeckt man Berufe, Karrierewege aber auch Unternehmen, die einem vielleicht bis dahin unbekannt waren. Bin gespannt, ob mein Interview irgendwen dazu bringt, das gleiche zu machen...




1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Mister Hafner,

you could be the last needed reason for me to go back to school - and University. I have hardly ever heard someone speak in a more inspiring, fun and enthusiastic way than you. Also, in a emphasizing and interesting way. And I haven't even heard a speach jet.
Keep on rockin' in a free world.

NvA