Samstag, 31. Oktober 2009

Hallo, Wien!

Launige Worte zum Einstieg: Es ist der 31. Oktober 2009. "All hollows eve", der Abend vor Allerheiligen. Meine Lieblingskonsumentin Hannah Allegra ist draussen und verlangt von wildfremdem Leuten "Süsses oder Saures", unsere Institutssprecherin verfolgt Fledermäuse. Genau der geeignete Moment, um (bei einem Glass Grünen Veltliners) meinen Reisebericht "Wien" zu veröffentlichen. Da war ich ja früher schon, und habe einige Impressionen gepostet. Warum gerade heute wieder, verstehen hoffentlich einige von Euch.

CRM-Reisebericht des Monats:
Ich war also mal wieder in Wien und habe von da doch einige Momentaufnahmen europäischen CRM-Bemühens mitgenommen. Zum Einen scheint die Sorge, um das Vertrauen von Bankkunden (vgl. Post von vorgestern) an diesem Ort eine lange Tradition zu haben. Schon Georg Coch, Gründer der Postsparkasse, wusste: "Je kleiner der Sparpfennig, umso mehr verlangt er Sicherheit." Vielleicht sollte man sich heute mehr daran erinnern. Dass Sicherheit und Vertrauen zu einem Dienstleister nur integriert (d.h. über alle Kanäle) aufgebaut werden kann, durfte ich dann im Zwiegespräch bei einem der führenden Finanzdienstleister Österreichs erfahren. Funktioniert die Kunden-Beziehungsführung zwar über alle "alternativen Kanäle", das Kampagnenmanagement und das Call Center aber nicht über den Vertriebsaussendienst als wichtigsten Kanal, kann das Gesamtkonzept nur sehr beschränkt funktionieren.

Auch scheint "CRM" als Konzept inzwischen in der höheren Wirtschafts-Ausbildung Österreichs angekommen zu sein. Am Wiener WIFI findet man inzwischen diverse Kurse zu "Verkauf & Marketing" unter anderen das "Customermarketing" als neue Spielart von CRM. Das spannendste aber am WIFI fand ich das beiliegende Zitat von Joseph Alois Schumpeter: "Der Kapitalismus stirbt am Nervenzusammenbruch der Unternehmer". Und an diesen schönen Merkspruch hat der Wiener noch den Aufkleber für den drunter hängenden Feuerlöscher geklebt. Wenn das mal nicht sinnbildlich zu verstehen ist...

So weit für den Moment. Was wieder fantastisch war, war der Austausch und die Planung gemeinsamer Projekte mit dem CRM Profi vor Ort.

Danke, mein Freund!

P.S.: Wo wir beim Thema "Vertrauen" sind: Meine Kollegin Monika Roth hat dazu gerade einen Artikel in der "Finanz & Wirtschaft" veröffentlicht. Wie immer fundiert und brilliant. Mehr dazu hier...

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